Kulturrat Thüringen erweitert Präsidium – fünfköpfiges Team stärkt spartenübergreifende Zusammenarbeit
Kulturrat Thüringen erweitert Präsidium – fünfköpfiges Team stärkt spartenübergreifende Zusammenarbeit
Der Kulturrat Thüringen e.V. hat auf seiner Mitgliederversammlung am 24. August 2026 wichtige Weichen für die kommenden Jahre gestellt. Die Mitglieder beschlossen eine Satzungsänderung, mit der das Präsidium von bisher drei auf künftig fünf Personen erweitert wird. Anschließend wurde das neue Präsidium für eine Amtszeit von drei Jahren gewählt.
Im Amt bestätigt wurden Dr. Jürg Kasper für die Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung Thüringen e.V. (LKJ Thüringen) als Präsident, Kathrin Schremb (Thüringer Theaterverband e.V.) als Stellvertreterin und Dr. Gideon Haut für den Museumsverband Thüringen e.V.. Neu in das Präsidium gewählt wurden Constanze Dahlet für den Landesmusikrat Thüringen e.V. und Hans-Peter Schmit für den Heimatbund Thüringen e.V.
Mit der Erweiterung des Präsidiums reagiert der Kulturrat Thüringen auch auf die wachsenden kulturpolitischen Herausforderungen. Die fünf Präsidiumsmitglieder bringen Erfahrungen und Perspektiven aus unterschiedlichen Bereichen der Thüringer Kulturlandschaft zusammen. Damit soll die spartenübergreifende Zusammenarbeit innerhalb des Kulturrats weiter gestärkt werden.
Gerade angesichts angespannter öffentlicher Haushalte, gesellschaftlicher Veränderungen und wachsender Anforderungen an Kultureinrichtungen, Verbände und Kulturschaffende ist eine starke gemeinsame Interessenvertretung von besonderer Bedeutung. Das erweiterte Präsidium wird sich mit breiterer Kraft den Herausforderungen der kommenden Jahre stellen und die Interessen der unterschiedlichen Kultursparten gegenüber Politik und Öffentlichkeit vertreten.
„Die Herausforderungen, vor denen Kunst und Kultur derzeit stehen, betreffen längst nicht mehr einzelne Sparten, sondern den Kulturbereich als Ganzes. Umso wichtiger ist es, unsere unterschiedlichen Erfahrungen und Kompetenzen zusammenzuführen und mit einer starken gemeinsamen Stimme aufzutreten“, erklärt Dr. Jürg Kasper. „Mit der Erweiterung des Präsidiums bilden wir die Vielfalt unseres Dachverbandes noch besser ab.“
Das neue Präsidium
Dr. Jürg Kasper wurde 1968 in Bautzen geboren und kam 1990 zum Studium der Rechtswissenschaft nach Jena. Er war an der Friedrich-Schiller-Universität Jena an einem Lehrstuhl für Rechtsphilosophie und Öffentliches Recht tätig und lehrte an der Fachhochschule Jena Umweltrecht. Neben seiner Tätigkeit als Rechtsanwalt engagiert er sich 10 Jahre als Vorsitzender der Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung Thüringen e.V. für kulturelle Bildung und die Interessen junger Menschen. Seit 2023 steht er als Präsident an der Spitze des Kulturrats Thüringen.
Kathrin Schremb ist seit mehr als 25 Jahres als Kulturmanagerin in Thüringen tätig. Sie ist Mitbegründerin des freien Theaters „Stellwerk Weimar“ und leitete das Haus über viele Jahre. In dieser Zeit entwickelte und etablierte sie das Theater als einen Ort für zeitgenössische Kulturvermittlung. 2020 wechselte sie zum Thüringer Theaterverband und entwickelte dort bundesweite und länderübergreifende Konzepte und Projekte für die freie Theaterszene Thüringens. Seit 2022 ist sie Geschäftsführerin des Thüringer Theaterverband e.V., dem Landesverband der Freien Theaterszene in Thüringen. Kathrin Schremb engagiert sich kulturpolitisch im Präsidium des Kulturrats Thüringen und im Vorstand des Bundesverbands Freie Darstellende Künste.
Dr. Gideon Haut ist Historiker und Literaturwissenschaftler. Nach seinem Studium absolvierte er ein wissenschaftliches Volontariat am Museum Bautzen mit dem Schwerpunkt Öffentlichkeitsarbeit. Seit 2018 leitet er das vereinsgeführte Literaturmuseum „Theodor Storm“ in Heilbad Heiligenstadt. Im Museumsverband Thüringen engagiert er sich als Vorstandsmitglied insbesondere für die Belange der Museen und Kultureinrichtungen im ländlichen Raum.
Constanze Dahlet ist Musikwissenschaftlerin und Kulturmanagerin. Nach Tätigkeiten im Konzert- und Veranstaltungsmanagement, unter anderem für die Weimarer Meisterkurse und das Liszt Festival Weimar, leitete sie ab 2006 die Abteilung Public Relations am Deutschen Nationaltheater Weimar. 2009 übernahm sie die Geschäftsführung des Landesmusikrats Thüringen. Seit 2020 ist sie Generalsekretärin des Landesmusikrats Thüringen und setzt sich für die Vernetzung und Stärkung des Musiklebens im Freistaat ein.
Hans-Peter Schmit ist Historiker und Kulturmanager. Der 1981 in Leipzig Geborene kam zum Studium nach Thüringen und studierte Mittelalterliche und Neuere Geschichte, Politikwissenschaft sowie Lateinische Philologie des Mittelalters und der Frühen Neuzeit an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Es folgten verschiedene universitäre Stationen in Jena, Leipzig und Freiburg im Breisgau. Zuletzt war er als Koordinator des Marketingverbundes „Schatzkammer Thüringen“ an der touristischen Vermarktung der Thüringer Residenzenlandschaft beteiligt. Seit 2024 ist er Geschäftsführer des Heimatbundes Thüringen e.V. und engagiert sich für Natur- und Umweltschutz, Regionalgeschichtsforschung, Denkmalschutz und Kulturpflege vor allem im ländlichen Raum. Diese Themen bringt er künftig in die Arbeit des Präsidiums ein.